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Viewing posts for the category Thema: Sauberkeit

Traditionelle Badezusätze

Rein in die Windeln, raus aus den Windeln.

Windeln gehören zu einem Baby einfach dazu. Sie sind für die meisten von uns so normal, dass wir gar nicht auf die Idee kommen, dass es auch ohne sie gehen könnte. Selbst ein Blick in andere Länder wirkt da nicht unbedingt erhellend. Wenn wir beispielsweise ein indisches Kind mit nacktem Popo auf dem Arm der Mutter sehen oder ein afrikanisches Baby halbnackt im Tragetuch auf dem Rücken der Mama, dann denken wir eher "die Armen können sich keine Windeln leisten" als "wieso werden die eigentlich nicht ständig von ihren Kindern vollgepieselt?". Dabei ist die Antwort ganz einfach: sie brauchen keine Windeln, weil sie merken, wann das Kind muss! Dann halten sie es ab, das Kind erleichtert sich und fertig. Hört sich für mich viel praktischer und sauberer an, als Windeln zu waschen und verschmierte Popos zu säubern. Sollten Windeln vielleicht doch nicht notwendig sein?

Uropas erstes Bad

Dieser Artikel erschien zuerst in der Stillzeit 4/2009

Als der kleine Heinrich geboren wurde, war er bedeckt mit Käseschmiere, wie es jedes Kind bei seiner Geburt mehr oder weniger ist. Diese Käseschmiere oder -firniss galt es zu entfernen. "Durch gelindes Reiben und Waschen in dem Bade wird das Kind von dem anklebenden Firniß und Schmutz befreit, und die zur Gesundheit nöthige Ausdünstung durch die Haut dadurch erleichtert." [Henke, 1832] Unmittelbar nach der Geburt wurde unser Heinrich nun gebadet. Doch wie sah dieses Baden aus? Um das beurteilen zu können, betrachten wir, wie warm, womit und wie lange gebadet wurde.