header photo Freitags-Fundstück: Twighlight Sleep

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wollte man den Frauen die Tortur der Geburt ersparen und erfand den "Twighlight Sleep". Die Gebärenden wurden mittels Medikamenten in einen Dämmerzustand versetzt.

Darauf, dass erst die Umstände der Krankenhausgeburt diese zur Tortur machten - durch unnatürliche Geburtspositionen, Kreißsäle mit mehreren Betten, kalter Atmosphäre etc pp -, will ich hier gar nicht mal eingehen. Die Art und Weise, wie man den Frauen "helfen" wollte, war abscheulich und unmenschlich.

Die Methode war in Deutschland erfunden worden und wurde dort wohlhabenden Frauen zur Verfügung gestellt, die vor und während der Geburt intensiv von Ärzten betreut wurden, um die richtige Dosis der Medikamente heraus zu finden. Doch als der Trend nach Amerika schwappte, sah man die Methode anscheinend nur als Möglichkeit an, sich nicht um die Gebärenden kümmern zu müssen.

Die Medikamente wurden nicht auf die Patientinnen abgestimmt und sorgten lediglich dafür, dass die Frauen sich hinterher an nichts erinnern konnten. Die Schmerzen wurden kaum gelindert, aber den Frauen war nicht mehr bewusst, was eigentlich gerade passierte. Sie wurden ans Bett gefesselt und quasi sich selbst überlassen bis die Geburt vorbei war. Dabei lagen sie nicht selten in ihrem eigenen Erbrochenen und ihren Ausscheidungen.

Bis in die 1950er wurde diese Methode verwendet.

Mehr Infos unter Twilight Sleep – The Brutal Way Some Women Gave Birth In The 1900s.

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