Richtige und falsche Erkenntnisse rund ums Stillen in einem Kinderpflege-Lehrbuch von 1914

Im Kinderpflege-Lehrbuch von Dr.med. Arthur Keller und Dr. med. Walter Birk von 1914 werden einige erstaunlich korrekte Bemerkungen rund ums Stillen gemacht, die in anderen zeitgenössischen Werken ganz anders stehen. Gleichzeitig werden hier aber auch Ansichten zur Anzahl der Stillmahlzeiten untermauert, die sich aus heutiger Sicht nicht halten lassen. Gehen wir den Text durch und betrachten wir den Wahrheitsgehalt nach heutigem Stand.

"Für die Mutter nun, die ihr Kind stillen will, ist die Frage am wichtigsten, ob sie ihr Kind stillen kann, ob ihre Nahrung für ihr Kind ausreichen wird. Hat sie bereits ein anderes Kind gestillt, so geht sie mit der Hoffnung in das neue Wochenbett herein, daß sie auch dieses Kind wird nähren können."

Auch heute lässt sich sagen, dass das Stillen beim zweiten Kind höchstwahrscheinlich klappen wird, wenn es schon beim ersten geklappt hat. Es kann natürlich sein, dass das Kind aus irgendeinem Grund nicht stillen kann, oder dass sich an der Gesundheit der Mutter etwas verändert hat. Auch haben zB Plazentareste in der Gebärmutter Einfluss auf die Milchbildung. Aber prinzipiell steht die Stillfähigkeit der Mutter beim zweiten Kind außer Frage.

"Nur bei dem ersten Kinde besteht die Furcht, daß die Milch nicht ausreichen wird, namentlich deswegen, weil so viel davon geredet und geschrieben worden ist, daß sie Frauen der heutigen Generation die Fähigkeit, ihr Kind selbst zu stillen, zum nicht geringen Teil verloren hätten. Diese Ansicht ist auf Grund eingehender Untersuchungen als ein Irrtum zu bezeichnen."

Auch das ist heute noch so. Die Sorge, nicht stillen zu können, steht in keinem Verhältnis zu der Zahl der Frauen, die tatsächlich nicht stillen können.

"Wenn heute das Stillen weniger verbreitet ist als vor Jahrzehnten - in früheren Jahrzehnten und heute noch bei Naturvölkern ist eine andere als die natürliche Ernährung fast ganz unbekannt -, so liegt das viel eher an sozialen Gründen, am Wechsel der Mode, an der Bequemlichkeit mancher Frauen oder auch an bewußten und bestimmten Überlegungen, als an dem Verlust der körperlichen Fähigkeit zum Stillen. Denn es hat sich noch überall in gutgeleiteten Entbindungsanstalten und Säuglingsheimen, in denen ohne Ausnahme jede Wöchnerin zum Stillen angehalten wird, gezeigt, daß von 100 Wöchnerinnen mehr als 90 imstande sind, ihr Kind wenigstens in den ersten Wochen zu stillen."

Die Punkte, die hier aufgeführt werden sind durchaus richtig. Im Nachhinein können wir sagen, dass die Stillregeln, die von Ärzten aufgestellt wurden, ganz besonders dazu beigetragen haben, die Stillquoten zu senken und den Frauen die Sorge um die Stillfähigkeit einzuimpfen.

"Die Frage, ob die Milch für das Kind ausreichen wird, läßt sich vor der Entbindung bei einer Erstgebärenden überhaupt kaum beantworten; das entscheidet erst die Beobachtung."

Das ist völlig richtig. Die Brust entwickelt sich in der ersten Schwangerschaft weiter. Erst nach der Entbindung können wir sehen, ob die Milchbildung ausreicht. In den allermeisten Fällen tut sie das, wenn nicht zu selten gestillt wird. Bei Neugeborenen gilt allerdings noch nicht "Stillen nach Bedarf", da manche zu müde sein können, um sich zu melden. Als Faustregel gilt hier 8-12 mal in 24 Stunden sollte das Baby stillen.

"Alle Maßnahmen, die zur Pflege und Vorbereitung der Brust und der Brustwarze empfohlen werden, Waschungen usw., haben keinen nennenswerten Einfluß. Ich muß sogar vor der übertriebenen Behandlung der Brust und der Brustwarze warnen, weil die zarte Haut der Brustwarze eher dadurch verletzt wird. Waschungen mit Wasser und Seife sind vollkommen ausreichend."

Die Brustwarzen "abzuhärten" war weit verbreitet und von vielen Ärzten empfohlen. Es hat -wenn überhaupt- eher einen negativen Effekt auf das Wundwerden.

"Die ersten 24 Stunden verschläft in der Regel das neugeborene Kind vollständig; sollte es unruhig werden, so genügt in den meisten Fällen das Trockenlegen oder ein Löffel dünnen Tees, um es zu beruhigen. In den ersten 12 Stunden soll man das Kind unter keinen Umständen an die Brust der Mutter anlegen. Andererseits soll man aber auch nicht länger als 24 Stunden damit warten, schon um die Milchsekretion bei der Mutter bald in Gang zu bringen."

Das ist nun völlig falsch. Das Baby soll möglichst innerhalb der ersten Stunde seines Lebens stillen. Erst danach pflegt es auch einzuschlafen. Babys, deren Mütter unter der Geburt keine Betäubungsmittel bekommen haben, sind in der Lage, die Brust von allein zu finden, wenn sie auf dem Bauch der Mutter liegen. Mit dem Stichwort "breast crawl" lassen sich schöne Videos dazu online finden.

"Wird nun das Kind an die Brust angelegt, so hat es bei einer Erstgebärenden häufig seine Schwierigkeiten, bis das Kind das Nehmen und die Mutter das Geben der Brust erlernt hat."

Das ist durchaus richtig. Laktieren passiert von allein. Stillen ist ein lernbarer Prozess. Das Kind kommt mit den notwendigen Instinkten auf die Welt. Die Mutter muss das Stillen lernen. Allerdings gefällt mir hier der Begriff "Brust geben" nicht, weil dem Kind die Brust nicht gereicht werden muss. Das Kind muss an die Brust gebracht werden, nicht die Brust ans Kind.

"Oft ist die Brust so schwergängig, daß das Kind nur mit Mühe trinken kann"

Es gibt keine "schwergängigen" Brüste. Es kann sein, dass die Milchmenge noch nicht ausreicht, oder dass der Milchspendereflex blockiert ist, aber es gibt keine Brust, an der das Kind nur fest genug ziehen muss, um etwas zu bekommen.

"Dann gehört eine unermüdliche Geduld dazu, um in fortwährenden Versuchen doch noch zum Ziel zu gelangen und nicht zu erlahmen. Denn wenn auch das Kind nur wenig Nahrung erhält, so wird doch durch die Saugbewegungen des Kindes ein Reiz ausgeübt, durch den die Milchabsonderung in Gang kommt. Es ist wohl bekannt, daß 4, 6 oder 8 Tage nach der Entbindung vergehen können, ehe die Milch in die Brust einschießt. Hätte aber die Mutter die Versuche, das Kind anzulegen, vorher aufgegeben, dann wäre das Einschießen überhaupt nicht erfolgt; andererseits ist es, damit das Kind kräftige Saugbewegungen ausführt, notwendig, daß es durch Hunger dazu veranlaßt wird. Es darf also nicht aus der Flasche andere Nahrung erhalten, solange die Mutter die Absicht aufrecht erhält, ihr Kind selbst zu stillen. Am besten ist es, Neugeborenen in den ersten 3 oder 4 Tagen überhaupt keine andere Nahrung anzubieten als Mutterbrust, allenfalls dünnen Tee - und diesen mit dem Löffel -, selbst dann, wenn das Kind dabei unterernährt bleibt. Gerade weil es so schwer ist, die Hoffnung und Geduld der Mutter nicht erlahmen zu lassen, haben alle, die sich mit der Pflege der Wöchnerin beschäftigen, die Pflicht, zur Geduld zu raten. Es könnte so manche Mutter ihr Kind stillen, wenn die Versuche mit dem Anlegen nicht zu zeitig aufgegeben würden."

Das ist geradezu gefährlich falsch. Bei Neugeborenen passiert es viel zu leicht, dass sie so viel Kraft verlieren, dass sie nicht mehr saugen können oder nicht mehr richtig zum Stillen wach werden. Das gibt dann eine Abwärtsspirale. Nicht umsonst ist Regel Nummer 1 in der Stillberatung "feed the baby" - "ernähre das Baby". Es muss zu jedem Zeitpunkt sicher gestellt sein, dass das Kind bekommt, was es braucht. Danach kann man sich um die Stillprobleme kümmern.

"Ebenso oft wird ohne Grund das Stillen aufgegeben, weil angeblich die Warzen zu wenig ausgebildet sind. Man soll es nur probieren und wird sich überzeugen, daß in fast allen diesen Fällen es den Saugbewegungen des Kindes gelingt, kleine, flache, ja sogar eingezogene Warzen zur Entwicklung zu bringen. Schwierigkeiten können dabei nur dann entstehen, wenn die Kraft des Kindes zu energischen Saugbewegungen nicht ausreicht."

Von Sicht des Kindes ist das Stillen eine Melkbewegung der Zunge an der Brust. Die Brustwarze ist der Teil, an dem die Milch raus kommt, aber nicht der, an dem gesaugt wird. Von daher ist die Form der Warze tatsächlich nahezu egal, solange das Baby nicht zB durch Brusthütchen an den harten Reiz am Gaumen gewöhnt wurde.

"Und noch viel weniger als mangelhafte Ausbildung der Warzen ist die angeblich schlechte Beschaffenheit der Muttermilch ein berechtigter Grund, vom Stillen abzusehen. Die Behauptungen, die Milch der Mutter sei zu wässerig, zu schlecht gewesen, um das Kind zu ernähren, sind sämtlich falsch. Hat die Mutter überhaupt Milch, so ist diese ihrer Beschaffenheit nach für ihr Kind auch geeignet."

Auch das ist korrekt. Solange die Mutter keine gravierende Mangelernährung hat, ist ihre Milch perfekt für ihr Kind.

"Auch über die Menge, die ein gesundes Kind im Laufe des Tages an der Brust trinkt, sind meist recht falsche Ansichten verbreitet. Die vorstehende Kurve (Fig. 12) demonstriert neben den Ergebnissen der Körpergewichtswägungen die täglichen Nahrungsmengen, wie sie durch Wägungen des Kindes vor und nach dem Trinken festgestellt werden. Man erkennt daraus, daß die Nahrungsmengen, welche an ihrem unteren Rande angegeben sind, in den ersten Wochen ansteigen, dann aber lange Wochen, ja sogar Monate hindurch, ungefähr gleich groß bleiben. Nun ändert sich die Zusammensetzung der Milch in dieser Zeit fast gar nicht. Die Menge bleibt fast gleich, und doch nimmt das Kind zu. Denn der Bedarf des Kindes an Nahrung wird mit der Zeit geringer. Diese Tatsache, daß das Kind mit der gleichen Menge und Zusammensetzung von Nahrung auskommt, dabei gedeiht und an Gewicht zunimmt, ist außerordentlich lehrreich. Man sollte sie so mancher ungeduldigen Mutter vorhalten, die in der ständigen Furcht lebt, daß ihr Kind nicht genug Nahrung erhält, oder die bei künstlicher Ernährung am liebsten fortwährend die Zusammensetzung der Nahrung ändert und Woche um Woche die Menge steigert."

Diese Beobachtung ist ziemlich faszinierend. Aus heutiger Zeit gibt es keine Aufzeichnungen über die Trinkmenge eines Kindes über einen derart langen Zeitraum.

"Von größter Bedeutung, auch für die Ernährung des gesunden Kindes an der Brust, ist die Frage, wie oft ein Kind angelegt werden soll. Ich erwähnte in der Einleitung zu diesem Kapitel, daß auch in der Beziehung bei uns in Deutschland in den letzten zwei Jahrzehnten sich eine Wandlung vollzogen hat, daß die Zahl der Mahlzeiten eingeschränkt wurde. Es hat wohl schon früher einzelne Ärzte gegeben, welche mit Energie für dieses Regime eingetreten sind. In einer kleinen Schrift von Dr. L. Besser aus dem Jahre 1853 finden wir dringend empfohlen, dem Kinde nie und unter keinen Umständen mehr als in den ersten 14 Tagen viermal und später fünfmal Nahrung zu geben. Aber das sind immer nur vereinzelte Stimmen geblieben, und erst dem Einfluß von Professor Dr. Adalbert Czerny verdanken wir die allgemeine Einführung der 5 Mahlzeiten bei uns in Deutschland. Diese Lehre hat unter den größten Schwierigkeiten Anerkennung gefunden. Es gab genug Ärzte, die ohne weiteres erklärten, es sei nicht möglich, beim Säugling mit so wenigen Mahlzeiten auszukommen. Nach und nach überzeugten sie sich aber, daß die Kinder im Gegenteil ausgezeichnet dabei gediehen, und immer größer wurde der Kreis der Mütter, welche bei ihren eigenen Kindern die besten Erfahrungen mit diesem Regime gemacht hatten."

Leopold Besser war tatsächlich einer der ersten, die sich für feste Mahlzeiten beim Stillen stark gemacht haben. Czerny hatte in der Tat einen großen Einfluss und er war ein strenger Arzt, um es mal freundlich auszudrücken. Ich bezweifle jedoch, dass sich diese Beschränkungen durch die guten Erfahrungen der Mütter durchgesetzt haben. Vielmehr haben die Ärzte großen Druck ausgeübt und die Frauen dachten eher, sie würden etwas falschc machen oder hätten einfach nicht genug Milch, als dass sie das Wort der Halbgötter in Weiß anzweifelten.

"Beobachtet man ohne Vorurteil gesunde Brustkinder, die unbeeinträchtigt von jeder wissenschaftlichen Anschauung so oft und so viel Nahrung erhalten, als sie zu verlangen scheinen, so ergibt sich, daß die Kinder am zweiten oder dritten Tage nur 3- oder 4mal Nahrung verlangen, und diese Zahl der Mahlzeiten steigert sich in den folgenden Tagen, je nach dem Milchreichtum der Brust, auf 5, höchstens 6 Mahlzeiten in 24 Stunden."

Ich weiß nicht, wie Keller und Birk auf diese Idee kommen. Die wenigsten Babys haben von sich aus einen solchem Rhythmus.

"Wir betrachten die Zahl von 5 Mahlzeiten in 24 Stunden für das gesunde wie für das kranke Kind im ersten Lebensjahr als vollständig ausreichend, und daß diese Zahl 5 nicht extrem klein ist, zeigen uns vielfache Beobachtungen von Brustkindern, welche sich von selbst auf 4 Mahlzeiten in 24 Stunden einstellen, und die dabei glänzend gedeihen."

Es gibt also Kinder, die sich von selbst auf 4 Mahlzeiten einstellen, und daraus wird gefolgert, dass 5 Mahlzeiten für alle Kinder ausreichen? Puh. Das ist eine gewagte Verallgemeinerung.

"Ist die Milchsecketion durch das Anlegen des kräftigen Kindes in Gang gekommen, und trinkt das Kind regelmäßig, so erfordert die Überwachung der natürlichen Ernährung eine außerordentlich geringe Mühe."

Das stimmt. Ist das Stillen erst mal eingespielt, ist es die bequemste und leichteste Art, ein Baby zu ernähren.

"Eine Mutter, die z. B. aus Unverstand oder bei ungenügender Belehrung ihr Kind künstlich ernährt und ihm 6 oder 7 Flaschen täglich gegeben hat, und die nun ihr zweites Kind selbst stillt und nicht öfter als 5 mal in 24 Stunden anlegt, ist zumeist höchst erstaunt, wie unendlich viel geringer ihre Mühe und Arbeit bei dem zweiten Kind ist im Vergleich zu der, die sie mit dem ersten Kinde hatte. Diese Tatsache wird wohl zu wenig beachtet, sonst würde sie unsere Stillpropaganda wirksam unterstützen."

Es bleibt zu fragen, wie viele Mütter das Stillen beim zweiten Kind überhaupt versuchten, wenn es beim ersten nicht geklappt hatte.

"Kommt nun die Zeit heran, wo die Mutterbrust dem Kinde tatsächlich nicht mehr genug Nahrung gewährt, so erwägt wohl manche Mutter, ob sie nicht durch irgendwelche Maßnahmen die Milchabsonderung steigern könnte. Sie verfällt zumeist selbst auf den Gedanken, ob es nicht durch die Art ihrer eigenen Ernährung zu erreichen ist. Im großen und ganzen soll die Stillende nicht anders essen als zu anderer Zeit, wenn möglich, etwas reichlicher essen und sich in der Arbeit etwas mehr schonen; aber alle Extreme sind zu vermeiden. Ich habe oft genug gehört, daß die Mütter aus Furcht, nicht genug Nahrung für das Kind zu haben, Kuhmilch, Suppen oder Ammenbier in großen Quantitäten, weit über ihren Appetit zu sich nehmen; es ist dies vollständig unnötig und zumeist sogar schädlich, weil die Stillende durch die übermäßige Zufuhr von Flüssigkeit, von Suppen oder Milch, sehr bald ihren Appetit verliert und nun sich kaum nosch ausreichend ernährt. Es ist viel vernünftiger, diese Extreme zu vermeiden und, wie gesagt, die Lebens- und Ernährungsverhaltnisse der Stillenden nicht anders zu gestalten, als sie es vorher gewöhnt war. Damit werden alle Störungen am leichtesten vermieden. In populären Schriften, die den Müttern als Belehrung dienen, aber auch in offiziellen Lehrbüchern finden sich genaue Vorschriften bezw. Verbote für die Ernährung der Stillenden. Merkwürdigerweise werden z. B. vielfach noch für die ersten 10 Tage des Wochenbettes Gemüse verboten, und für die spätere Zeit der Stillperiode werden saure und fette Speisen oder auch solche, die mit Zwiebeln, Senf usw. zubereitet sind, verboten, ebenso z. B. Kohlarten. Diese Verbote werden weder durch wissenschaftliche Untersuchungen noch durch praktische Erfahrungen gerechtfertigt und sind daher vollkommen unnötig. Ich betone dies ganz besonders, und zwar deswegen, weil häufig genug die Ammen Gelegenheit nehmen, mit Hinweis auf solche Verbote diese oder jene Speisen zurückzuweisen. Ich kann Ihnen nur wiederholen: eine vernünftige gemischte Kost, wie sie die Frau sonst gewohnt war, ist auch für die Stillperiode die am besten geeignete."

Das ist prinzipiell alles richtig. Eine Stillende muss an ihrer Ernährung nichts ändern. Interessant ist der Seitenhieb auf die Ammen.

"Abgesehen von der Ernährung werden aber noch andere Mittel zur Steigerung der Milchsekretion angepriesen. In Zeitungen und sonstigen Druckschriften wird viel Reklame für alle möglichen Mittel gemacht, denen von den Fabrikanten ein Einfluß auf die Anregung und die Förderung der Milchsekretion zugeschrieben wird. Mögen sie heißen, wie sie wollen, mag man ihre Wirkung auf diese oder jene Weise zu erklären und zu begründen versuchen, wenn man wirklich ohne Vorurteil seine Erfahrungen sammelt, so findet man nichts von der den Mitteln angedichteten Wirkung. Es gibt heut noch kein Nahrungsmittel und noch kein Medikament, das mit Sicherheit die Milchproduktion bei der Frau zu steigern imstande wäre."

Heutzutage gibt es zwar Medikamente, die die Milchmenge steigern können, aber sämtliche Hausmittelchen sind und bleiben unwirksam. Das beste Mittel zur Milchsteigerung ist noch immer ein gutes Stillmanagement und dazu gehört zu allererst das Stillen nach Bedarf.

Lernt mehr darüber, wie sich das Stillen und die Erkenntnisse darüber im Laufe der letzten Jahrhunderte verändert hat, in dem Webinar "Brusternährung und Säugegeschäft".

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