Blog

Viewing posts for the category Thema: Kleidung und Wohnen

Die kindgerechte bürgerliche Wohnung

Kinderzimmer gibt es noch gar nicht so lange. Klar, Adlige und die Super-Reichen hatten schon immer viele Zimmer zur Verfügung. Und da sich in diesen Kreisen die Eltern selber kaum um die Kinder kümmerten, hatten diese auch von den Eltern getrennte Räumlichkeiten. Oftmals schlief dann aber das Kindermädchen bei den Kleinen. Doch die breite Bevölkerung kannte Kinderzimmer nicht. Diese kamen erst im Biedermeier auf.

Kleidung für Babys und Kleinkinder 1913

Kinder- und Babykleidung von heute ist praktisch, pflegeleicht und überall günstig erhältlich. Vor 100 Jahren jedoch war sie hauptsächlich selbstgemacht. Statt Druckknöpfen und Reißverschlüssen gab es Bändchen und Knöpfe. Gerne wurde die Kleidung auch reichlich mit Borten und Stickereien verziert. Kleidchen, Hosen und Röcke hatten oftmals einen breiten Saum, der dann ausgelassen wurde, wenn das Kind wuchs.

Ammenkleidung 1907

Kleidung der Hausammen im Dresdner Städtischen Säuglingsheim, aus "Der Säugling - seine Ernährung und seine Pflege", Walther Kaupe, 1907

Erstausstattung um 1900

Die Erstausstattung fürs Baby zur Wende zum letzten Jahrhundert war umfangreich und meist selbstgemacht. Die Kleidung war so gefertigt, dass der Saum ausgelassen werden konnte, um dem Wachstum des Kindes zu folgen.

Streitfall Wiege

Wiegen sind selten geworden. Ob man eine für sein Kind benutzen möchte oder nicht, ist mehr eine Geschmacksfrage als ein Diskussionsgrund. Obwohl Wiegen eine jahrhundertelange Tradition haben, wurden sie im 18. und 19. Jahrhundert zum Streitfall bis schließlich feststehende Bettchen und Stubenwagen den Gebrauch der Wiegen weitestgehend abgelöst hatten.